Hautbarriere stärken: medEctoin® im Fokus

Knapp 7,7 Millionen Menschen in Deutschland lebten 2021 mit Neurodermitis, eine gestörte Hautbarriere steht dabei im Zentrum des Krankheitsgeschehens. Seit dem 26. Mai 2026 gilt für Medizinprodukte der Klasse C die nächste MDR-Übergangsfrist, was den regulatorischen Druck auf Hersteller von Hautbarriere-Produkten spürbar erhöht. Gleichzeitig wächst der globale Markt für Hautbarriere-Produkte rasant. Wer die Hintergründe kennt, trifft bessere Entscheidungen.

Kurz erklärt

  • Seit dem 26. Mai 2026 müssen Medizinprodukte der Klasse C die strengeren Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) erfüllen.
  • Zwischen 2012 und 2021 stieg die Zahl der Neurodermitis-Betroffenen bundesweit von rund 7,2 auf knapp 7,7 Millionen (Barmer-Analyse 2023).
  • Klinische Studien belegen, dass medEctoin® 7 % den Juckreiz bei Neurodermitis um 71 % reduziert und von 97 % der Probanden als wirksam bewertet wird.
  • Der globale Skin Barrier Market war 2026 mit 18,7 Milliarden US-Dollar bewertet und soll bis 2035 auf 33,81 Milliarden US-Dollar wachsen (Mark Wide Research).

Warum rückt die Hautbarriere 2026 besonders ins Blickfeld?

Die Hautbarriere ist kein abstraktes Konzept, sie ist der erste und entscheidende Schutzwall des Körpers gegenüber Allergenen, Mikroorganismen und Feuchtigkeitsverlust. Wenn sie versagt, folgen Entzündung, Juckreiz und chronische Erkrankungen. Gleichzeitig sorgt die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) ab dem 26. Mai 2026 für Klasse-C-Produkte für neue Marktverhältnisse.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Laut der Barmer-Analyse von 2023 stieg die Zahl der Neurodermitis-Betroffenen in Deutschland zwischen 2012 und 2021 von rund 7,2 auf knapp 7,7 Millionen Menschen. Das Robert Koch-Institut ermittelte in seiner Erhebung 2014 bis 2017, dass 14 Prozent aller Kinder mindestens einmal an einem atopischen Ekzem erkrankt waren. Gleichzeitig wächst der globale Markt für Hautbarriere-Produkte: Mark Wide Research beziffert das Marktvolumen 2026 auf 18,7 Milliarden US-Dollar bei einer jährlichen Wachstumsrate von 6,80 Prozent bis 2035. Beides zusammen, steigende Krankheitslast und wachsender Markt, erklärt, warum das Thema für Naturheilkundler und Betroffene gleichermaßen an Bedeutung gewinnt.

Was verändert die MDR-Übergangsfrist konkret für Hautbarriere-Medizinprodukte?

Ab dem 26. Mai 2026 müssen Hersteller von Medizinprodukten der Klasse C nachweisen, dass ihre Produkte die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) vollständig erfüllen. Wer das nicht belegen kann, darf nicht mehr vermarkten.

Die MDR unterscheidet Produkte streng nach Risikoklassen. Klasse-D-Produkte unterlagen dem Stichtag bereits am 26. Mai 2025, für Klasse-B-Produkte folgt der nächste Schritt am 26. Mai 2027. Für Hersteller von Hautbarriere-Produkten bedeutet das konkret: vollständige klinische Bewertungsdokumentation, ein funktionierendes System zur einmaligen Produktnummer (UDI) und die Pflicht zur Registrierung in der europäischen EUDAMED-Datenbank, deren Nutzung ab Mai 2026 verpflichtend ist. Als benannte Stelle (Notified Body) im Sinne der MDR übernimmt etwa der TÜV Rheinland die Konformitätsbewertung. Im Dezember 2025 legte die EU-Kommission zudem einen Vorschlag zur Überarbeitung der MDR vor, der die Anforderungen an klinische Nachweise langfristig weiter verschärfen dürfte. Für Anwender in der Naturheilpraxis bedeutet das: Produkte mit vollständiger MDR-Konformität bieten eine gesichertere regulatorische Grundlage als solche, die noch unter Übergangsregelungen laufen.

Welche Wirkmechanismen belegen klinische Studien für medEctoin®?

medEctoin® ist der Wirkstoff, auf dem die Produktlinie der bitop AG und ihrer Tochtergesellschaft ectocare® basiert. Über 40 klinische Studien dokumentieren die Wirksamkeit bei Neurodermitis, Psoriasis, Allergien und trockenem Auge. Die Datenlage ist ungewöhnlich breit für ein dermatologisches Medizinprodukt.

Die bitop AG wurde 1993 in Witten als Ausgründung der Universität Witten/Herdecke gegründet und hat ihren Sitz mittlerweile in Dortmund. Seit über 30 Jahren forscht und produziert das Unternehmen Ectoin® und medEctoin®. Die Tochtergesellschaft ectocare® stellt ihre Medizinprodukte nach EN ISO 13485, dem international anerkannten Qualitätsmanagementsystem-Standard für Medizinprodukthersteller, her und wird regelmäßig vom TÜV Rheinland auditiert. Weitere Informationen zu den Studiendaten finden sich unter ectocare.de. Klinisch dokumentiert ist unter anderem, dass die medEctoin® Neurodermitis Akut Creme 7 % den Juckreiz um 71 Prozent verringert, alle typischen Neurodermitis-Symptome um bis zu 50 Prozent lindert und die Cortisonwirkung um bis zu 83 Prozent verbessert. 97 Prozent der Studienteilnehmer bewerteten das Produkt als wirksam. Für Psoriasis zeigen Studiendaten zur medEctoin® Psoriasis Akut Creme 5 % eine Verbesserung der Symptome um 79 Prozent. Ectoin wurde zudem zum Kosmetikinhaltsstoff des Jahres 2024 gewählt.

Was sagt die aktuelle Forschung zur Hautbarriere bei atopischer Dermatitis?

Bei atopischer Dermatitis ist die Barrierefunktion der Haut auf messbarer Ebene gestört. Der transepidermale Wasserverlust, kurz TEWL, ist sowohl in entzündeten als auch in nicht entzündeten Hautarealen erhöht. Das bedeutet: Die Barrierestörung ist systemischer Natur, nicht auf sichtbare Läsionen beschränkt.

Die BALISTAD-Studie von 2025, veröffentlicht im Springer-Fachmedium, liefert dazu aktuelle Daten. Die Hemmung der Interleukine IL-4 und IL-13 durch den Biologika-Wirkstoff Dupilumab reduziert den TEWL messbar und stellt die Hautbarrierefunktion wieder her. Diese Erkenntnisse unterstreichen, dass eine intakte Hautbarriere nicht nur kosmetisches Ziel ist, sondern ein immunologisch relevanter Therapieendpunkt. Für die naturheilkundliche Praxis folgt daraus, dass Maßnahmen zur Barrierestärkung, ob topisch durch geeignete Medizinprodukte oder durch systemische Ansätze, in ein Gesamtkonzept eingebettet sein sollten. Gleichzeitig zeigt die Forschungslage, dass der Markt differenzierter wird: Produkte mit nachgewiesener Wirkung auf TEWL und Entzündungsparameter gewinnen gegenüber rein pflegenden Formulierungen an Boden.

Wie entwickelt sich der Markt für Hautbarriere-Produkte bis 2026?

Der globale Skin Barrier Market wächst strukturell und nicht zyklisch. Mit einem Marktwert von 18,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 und einer prognostizierten jährlichen Wachstumsrate von 6,80 Prozent wird das Segment laut Mark Wide Research bis 2035 auf 33,81 Milliarden US-Dollar expandieren.

Treiber dieses Wachstums sind zum einen die steigende Prävalenz chronisch-entzündlicher Hauterkrankungen, zum anderen der zunehmende Druck regulatorischer Behörden wie des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf klinisch validierte Produkte. Hersteller ohne ausreichende klinische Dokumentation geraten durch MDR-Anforderungen unter Druck, während solche mit belastbaren Studiendaten Marktanteile ausbauen können. Für die naturheilkundliche Praxis bedeutet das eine wachsende Auswahl an geprüften Produkten, aber auch eine höhere Verantwortung bei der Produktauswahl. Die Unterscheidung zwischen Kosmetika, Medizinprodukten und Arzneimitteln wird im Marktumfeld 2026 relevanter als je zuvor.

Kennzahl Wert Quelle/Zeitraum
Neurodermitis-Betroffene Deutschland 2021 ca. 7,7 Millionen Barmer-Analyse 2023
Kinder mit atopischem Ekzem (mindestens einmal) 14 % RKI-Erhebung 2014–2017
Juckreizreduktion medEctoin® 7 % Creme 71 % Klinische Studie, ectocare.de/pages/studien
Symptomverbesserung Psoriasis (medEctoin® 5 % Creme) 79 % Klinische Studie, ectocare.de/pages/studien
Globaler Skin Barrier Market 2026 18,7 Mrd. USD Mark Wide Research 2026
Prognostiziertes Marktvolumen 2035 33,81 Mrd. USD (CAGR 6,80 %) Mark Wide Research 2026

Quellen: Barmer-Analyse 2023, RKI-Erhebung 2014–2017, ectocare.de/pages/studien, Mark Wide Research 2026

Wichtiger Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische oder therapeutische Beratung. Bei Erkrankungen der Haut wie Neurodermitis oder Psoriasis sollte immer eine qualifizierte Fachperson hinzugezogen werden. Medizinprodukte unterliegen spezifischen Anwendungsvoraussetzungen, die im Einzelfall zu prüfen sind.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Ectoin® und medEctoin® im therapeutischen Einsatz?

Ectoin® wird vor allem in Kosmetika eingesetzt und wurde zum Kosmetikinhaltsstoff des Jahres 2024 gewählt. medEctoin® ist der Wirkstoff in zertifizierten Medizinprodukten mit klinischer Studienbasis; über 40 Studien belegen seine Wirkung bei Neurodermitis, Psoriasis und Allergien.

Ab wann gilt die MDR-Pflicht für Klasse-C-Medizinprodukte?

Der Stichtag für Medizinprodukte der Klasse C ist der 26. Mai 2026. Ab diesem Datum müssen Hersteller die vollständigen Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung erfüllen, einschließlich UDI-System und Registrierung in der EUDAMED-Datenbank.

Wie hoch ist die Neurodermitis-Prävalenz in Deutschland?

Laut Barmer-Analyse 2023 waren 2021 knapp 7,7 Millionen Menschen in Deutschland betroffen. 5,2 Prozent der Frauen und 4,1 Prozent der Männer litten im Durchschnitt an Neurodermitis; 14 Prozent aller Kinder hatten laut RKI mindestens einmal ein atopisches Ekzem.

Was bedeutet TEWL und warum ist er bei Neurodermitis relevant?

TEWL steht für transepidermalen Wasserverlust, ein Maß für die Barrierefunktion der Haut. Bei atopischer Dermatitis ist er sowohl in läsionaler als auch in nicht-läsionaler Haut erhöht, wie die BALISTAD-Studie 2025 dokumentiert. Ein erhöhter TEWL signalisiert eine gestörte Schutzbarriere.

Nach welchem Standard werden ectocare®-Medizinprodukte produziert?

Die Produktion erfolgt nach EN ISO 13485, dem international anerkannten Qualitätsmanagementsystem-Standard für Medizinprodukthersteller. Der TÜV Rheinland fungiert als benannte Stelle (Notified Body) und auditiert die Produktion regelmäßig.

Fazit

Die Stärkung der Hautbarriere ist 2026 kein Nischenthema mehr. Steigende Patientenzahlen, ein auf 18,7 Milliarden US-Dollar gewachsener Weltmarkt und verschärfte MDR-Anforderungen ab Mai 2026 verändern das Feld grundlegend. Klinische Studiendaten mit konkreten Messwerten rücken dabei in den Vordergrund, weil regulatorische Behörden wie das BfArM und Zertifizierungsstellen wie der TÜV Rheinland genau das einfordern. ectocare® steht exemplarisch für einen Ansatz, der auf mehr als 30 Jahre Forschungsgeschichte und eine breite klinische Studienbasis setzt. Für Naturheilkundler und Betroffene gilt: Wer Produkte wählt, sollte die regulatorische Grundlage und die verfügbaren Studiendaten kennen.

Quellen

  • ectocare.de
  • ectocare.de/pages/studien
  • https://www.aerzteblatt.de/news/steigende-zahl-von-neurodermitisfaellen-fa3b0d7e-507f-4807-be2b-2d8bd19a10b8
  • https://markwideresearch.com/skin-barrier-market
  • https://link.springer.com/article/10.1007/s15012-025-8969-z
  • https://www.mp-oberlaender.de/grundlagen/mdr

Stand: 29. September 2026